Von der Ostfriesischen Teezeit zur Kirschblüte im Alten Land | TEIL 3 Das Alte Land

Frühling ist nun endlich angebrochen, die Equinox liegt hinter uns und nun kommt die Zeit, in der es außerhalb des Campers mindestens genauso schön ist, wie drinnen (wenn nicht sogar mehr…).

Zeit für ein paar Ausflugstipps für die Zeit vor und nach Ostern. Und so dachten wir uns, gehen wir im „Uhrzeigersinn“ vom Norden nach Westen und geben Ihnen einen Eindruck von attraktiven Zielen in Deutschland.

Deswegen fangen wir hier im Norden an. Und dies ist der letzte Teil unserer kleinen Norddeutschland-Tour.

TEIL 3: Zur Kirschblüte ins Alte Land

Man könnte nun argumentieren, dass Hamburg die abschließende logische Station unseres Trips wäre. Wir haben da aber eine ganz andere Idee, welche auf Erinnerungen meiner Kindheit beruht.

Einer meiner wärmsten Erinnerungen an meinen Großvater sind spätsommerliche Ausflüge von Bremerhaven ins Alte Land, um Kirschen und etwas später auch Pflaumen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen direkt vom Obstbauern zu kaufen.

Der kleine Landstrich am südlichen Ufer der Elbe zwischen Stade und Hamburg ist wirklich einen ausführlichen Ausflug wert. Im Frühjahr kann man dort nicht nur die vielen kleinen malerischen Ortschaften und das südliche Elbufer bewundern, sondern vor allem auch eine Obstblüte, wie man sie nur im größten zusammenhängenden Obstanbaubereich Europas zu sehen bekommt. Im Spätsommer lohnt sich so ein Ausflug natürlich ebenso, wenn aus diesen reichen Blüten die Früchte gewachsen sind. Die lokalen Obstanbauer sind sehr gastfreundlich und verkaufen ganzjährig nicht nur ihre Früchte direkt, sondern auch Säfte, Marmeladen und andere ländliche Produkte direkt an den Endkunden. Auch den häufig angebotenen Obstboden mit der obligaten Tasse Kaffee sollte man keinesfalls versäumen. Und nun mal ehrlich: Ich kann mir kaum etwas Schöneres vorstellen, als von Stade aus ins Alte Land zu fahren, die Aussicht zu genießen, ein paar Produkte vom Obstbauern zu kaufen und diese dann in aller Ruhe am Spätnachmittag oder Abend am Elbeufer mit Blick auf die Schifffahrt zu genießen.

Stade und Buxtehude

Natürlich hat das Alte Land mit seinen Städten Stade und Buxtehude und seinen vielen Dörfern auch viel Kulturelles zu bieten, wie die vielen Museen und Ausstellungen in der Hanse-Handelsstadt Stade und den wunderschönen Fachwerkgebäuden in der „Märchenstadt“ Buxtehude. Und natürlich wird auch die typische hanseatische Gastlichkeit in keiner Ortschaft zu kurz kommen: von reichhaltigen Kaffee- und Teetafeln bis hin zu deftigen rustikalen Landspezialitäten wird jeder dort auf seine kulinarischen Kosten kommen.

Und auch auf dem Weg…

Ich möchte allerdings auch nicht versäumen zu erwähnen, dass es nicht nur im Alten Land Attraktionen gibt, sondern auch auf dem Weg von Bremerhaven (oder Hamburg) dorthin. Die Künstlerkolonie in Worpswede, dem ehemaligen Refugium von Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogeler, Otto Modersohn und Hans am Ende, ist ein Beispiel.

Außerdem ist der Zoo in der Wingst mit seinen großen Freiluftgehegen und Streichelzoos ein beliebtes Reiseziel für Jung und Alt auf dem Weg ins Alte Land.

Unsere Camping-Tipps für das Alte Land:

Als guter Ausgangs- oder sogar Endpunkt für Ihre Tour ins Alte Land bietet sich der mehrfach ausgezeichnete Stellplatz „Am Schiffertor“ in Stade an. Am Rande eines Naturschutzgebietes gelegen bietet dieser Stellplatz alle Annehmlichkeiten eines modernen Reisemobil-Stellplatzes im Mitte von Natur und viel Ruhe.

Mehr Informationen zum Stellplatz finden Sie hier: http://www.stade-tourismus.de/de/zu-gast-als-wohnmobilist


Artikel: Holger Hallmann | Camping-Tipps: Klaus Schwirten