Die VANNOMADEN: Die 8 besten Stellplätze in und um Tirol für den Winter-Saisonabschluss

Für uns Vannomaden ist Zuhause gerade in Tirol.

Eine Wohnung mit Blick auf die Berge, mit Schnee aufm Dach und heißer Schokolade.

Nach einer ganzen Saison in Tirol und im Umland wollen wir euch dort unsere schönsten, praktischen und günstigen Wahlheimaten für Camper verraten. Von wild über halbwild bis zum perfekten Campingplatz ist alles dabei. Also, heiße Schokolade in die Hand nehmen, auf der Bank zurücklehnen und genießen:

Der höchste Stellplatz in Tirol: Pitzalgletscher-Parkplatz | „wild“

Einer unserer liebsten: der Parkplatz am Fuße des Pitztaler Gletscherbahn.

Völlig offiziell darf man hier für den unschlagbaren Preis von 2 Euro pro Helm (und das sind auch nur die Kurtaxe) übernachten. Gezahlt wird vorne am Lift, geschlafen mit meist nur wenigen Nachbarn auf 1740 Höhenmeter mit Blick auf den Gletscher und einer Loipe nebenan.

Es empfiehlt sich hier mit vollen Ressourcen anzureisen, allerdings kann man inzwischen oben die Toilette leeren und zur Not auch mal ein wenig Frischwasser zapfen.

 Der Boxenstopp: Hall in Tirol | „halbwild“

Hier gibt’s wirklich alles, was man für einen Zwischenstopp benötigt: Trinkwasser vom Schlauch, Klo- und Grauwasserentsorgung und Strom. Und eigentlich immer Platz.

Dafür 10 Euro zu zahlen finden wir absolut fair, vor allem wenn man bedenkt, dass Innsbruck und all seine Sehenswürdigkeiten, die Nordkette oder das Swarovski Museum nur einen Katzensprung entfernt sind. Im Sommer ist der Freibadeintritt sogar inklusive. Hall war, mit seinen sehr netten Platzbetreuern. in diesem Winter unser oft angefahrener Boxenstopp. Ein großen Dank an dieser Stelle!

 Der „Lieblingsplatz“: Gasthof Friedburg | „halbwild“

Wenn ein Stellplatz und seine Betreiber unsere Herzen erwärmt hat, dann dieser. Total idyllisch fährt man ein paar Serpentinenstraßen entlang bis man am letzten Ort dieser Straße ankommt: Friedberg. Wow – wer hat schon einen eigenen Ort nach sich benannt?

Zwischen kurzbeinigen Pferden, Hunden und nur wenigen anderen Campern steht man hier direkt neben einem Bauernhof. Durch die Windschutzscheibe: ein Bergpanorama und durch die Dachluke ein Sternenhimmel. Am Hof weiter oben gibt es Frischwasser, eine Grauswasser- und Toilettenentsorgungsstelle und das Beste: wer im leckeren Restaurant isst, der zahlt sogar nur 3 Euro Übernachtungsgebühr.

Da braucht man das Free Wifi eigentlich gar nicht mehr erwähnen oder die 14 km lange Rodelbahn am Wildkogel.

Ach ja: selbst Strom gibt es für n Zwickel obendrauf.

Das Prädikat „Lieblingsplatz“ hat sich der Stellplatz am Gasthof Friedberg absolut verdient.

Der Event-Ausgangsplatz: Panoramacamp Zell am See | „fest“

Das Preis-Leistungsverhältnis ist hier mit ACSI Karte unschlagbar. 19 Euro für riesengroße Plätze, Strom, Internet und sogar Leih-Fußmatten.

Die sanitären Anlagen waren einfach, aber sehr sauber und es ist von Geschirrspülraum über Waschmaschine bis hin zum Aufenthaltsraum mit TV alles da.

Der familienbetriebene Campingplatz versprüht gute Laune, die Kinder springen rum und es gibt keine Frage, die nicht geklärt wird.

Wer zur rechten Zeit da ist, sollte sich auf jeden Fall das nächtliche Spektakel der Ballonnacht anschauen! Es gibt zwei Termine: einmal in Zell am See und einmal in Kaprun. Beeindruckend! Alternativ bietet Zell am See das ganze Jahr über unfassbar viel Programm und Events. Ganz zu schweigen von einer wunderschönen Kulisse.

Der Wellness-Campingplatz: Sölden | „fest“

Unser Wellness-Stellplatz im James Bond Gletschergebiet. Hier ist vorher reservieren wirklich empfehlenswert, den auf das umfangreiche Angebot des Platzes kommen sehr viele zurück.

Wo fangen wir an? Für uns als digitale Nomaden war die Glasfaser-Leitung natürlich ein Traum und kann mit 5 Euro ruhig auch honoriert werden.

Die Lage ist perfekt, fußläufig zur nächsten Gondel, zum Bäcker oder in die Après-Ski-Hüttn.

Aber auch nach dem Snowboarden waren wir hier total im Glück. Es gibt einen beheizten Skikeller und eine Sauna! Eine KLAFS-Sauna. Wer mit Blick auf die Berge schon sauniert hat, der weiß wovon wir hier sprechen.

Wer nicht so gerne auf der Piste rumspringt, kann dies im Fitnessraum oder an der Kletterwand tun oder auch lassen und sich mit einem kostenlosen Roman im Couchbereich zurücklehnen.

Die kleinen Abschiedsgeschenke sind das Sahnehäubchen bei diesem Besuch.

Das Powderparadies: Arlberg Alpe Rauz | „wild“

Ein Abstecher zum Arlberg lohnt fast immer – vor allem noch bis spät in die Wintersaison, wenn mit den attraktiven Preisen der Kristallwochen und den zahlreichen Events darum gelockt wird. Besonders empfehlenswert: Der Weiße Rausch. Ein unfassbar spektakuläres Draufgänger-Rennen, dass seines gleichen sucht.

Wer dazu ein bis zwei Nächte unmittelbar am Lift übernachten will, kann das an der Alpe Rauz tun. Ein kleiner Parkplatz fast am höchsten Punkt des Arlberg-Passes. Aber Vorsicht: Lawinengebiet! Also dringend über die Schneelage informieren und den Platz gegebenenfalls vermeiden. Ein Einschneien und Feststecken ist sonst sehr wahrscheinlich.

Außerdem: Nichts zurücklassen! Kein Abwasser, keine Fäkalien und schon gar kein Müll. Nur solange das funktioniert, ist dort ein Übernachten (für sehr wenige Tage) gestattet.

Alternativ gibt es hinter St. Anton einen preislich attraktiven Ausweichstellplatz in Pettneu am Arlberg. Hier ist nicht nur das Schwimmbad inklusive, sondern auch die Nähe zum Lift optimal.

 Der Geheimtipp: Campingplatz Steinplatte | „fest“

Hier sind wir tatsächlich frei nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ drauf gestoßen.

Mit ACSI Karte gibt es auch wieder einen super Preis und auch sonst hält der charmante Platz ganz gut mit den modernen Nachzüglern mit.

Unvergesslich war der Check-In, der ausnahmsweise nicht an der Rezeption, sondern beim Trecker-Fahrer stattfand; die Eislauffläche auf dem platzeigenen See, der Skibus direkt zur Gondel-Talstation, der kleine Laden für die Notfalleinkäufe und die vielen Aufmerksamkeiten für Wintersportler. Neben dem Skikeller gab es gleich zwei Räume für das Wärmen von nassen Schuhen und – absolut einzigartig – eine kleine Wachsstation, wo man sein Brett den nötigen Feinschliff verleihen konnte.

Und zum Ausklingen des Tages gibt’s auch ein uriges Restaurant direkt neben dem See.

Die Skimetrolope: Heindalishof Ischgl | „halbwild“

Ischgl – Ein Skitraum inklusive Duty-Free Abfahrt nach Samnaun. Wenn das Skigebiet in der Hochsaison nicht völlig überlaufen ist, ist es trotz immer großem Zulauf, ein absolut überzeugendes Erlebnis und ein Vorzeige-Skigebiet. Besonders empfehlenswert sind natürlich die Saison Openings und Closings mit Ihren spektakulären Top-of-the-Mountain Konzerten mitten auf dem Berg. Von Robbie Williams, über die Fantastischen Vier, bis Tina Turner geben sich eine Menge Stars jedes Jahr die Ehre.

Wer dazu einen tollen preiswerten Platz sucht, findet Ihn im Heindalishof in Mathon, nur ein Katzensprung das Paznauntal hinauf. Super simpel und einfach auf einer kleinen Wiese, bietet er Platz für ca. 15 Reisemobile. Reservieren ist also empfehlenswert – aber nicht zwingend notwendig. Wasserversorgung und Strom sind vorhanden. Die Eigentümer sind klasse, sehr fair und zuvorkommend!

Wer unsere Liste überfliegt, der sieht wenig „wild“. Denn „wild“ ist in Tirol bzw. in ganz Österreich ganz ungern gesehen, aufgrund vieler schlechter Erfahrungen mit Wildcampern, gibt es sehr viele Verbotsschilder. Im Gegenzug gibt es aber fantastische Plätze, an denen man tatsächlich stehen darf und nur wenig zahlt. Daher unsere Empfehlung: Lieber nicht geizen, die sonst sehr gastfreundlichen Tiroler nicht verärgern, einen der genannten Plätze anfahren und den Abschluss der Wintersaison nochmals richtig genießen!

Die Vannomaden und Frau Holle wünschen euch einen gesunden und wunderschönen Saisonabschluss!

Liebe Grüße und “Houde”, eure VANNOMADEN